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Beantragen 2018-09-17T15:34:39+00:00

Girokonto beantragen und eröffnen

Ein Girokonto ist aus dem Alltag nicht wegzudenken. Hier gehen sämtliche Einnahmen wie Gehalt, Lohn und Rente ein. Ausgaben wie Miete, Strom und Gas werden vom Girokonto angewiesen. Der Kreislauf von Einnahmen und Ausgaben fließt in der Regel über dieses Konto. Das Girokonto selbst sollte dabei möglichst geringe Gebühren und Zusatzkosten verursachen und in der Nutzung komfortabel sein. Unter den vielen Angeboten der Sparkassen, Banken und Onlinebanken gibt es Girokontomodelle für Privathaushalte und Geschäftsleute. Bei der richtigen Anbieterwahl liefert der persönliche Bedarf die wichtigsten Entscheidungskriterien.

Filialbank oder Onlinebank

Den persönlichen Kontakt bevorzugen, den zuständigen Fachberater kennen und bei Fragen einfach in die nächste Filiale gehen können – dies sind Argumente von Kunden, die ein Girokonto in der örtlichen Filiale einer Bank, Sparkasse oder Postbank bevorzugen. Den schnellen Zugriff auf alle Kontodaten und die Möglichkeit, Bankgeschäfte zu jeder Tages- und Nachtzeit von jedem Ort auf der Welt erledigen zu können, dies sind Vorteile, die Kunden von Onlinebanken schätzen. Die richtige Bank passt zum Lebensstil des Kunden und erleichtert ihm die Alltagsgeschäfte.

Formulare und Identitätsprüfung vor der Kontoeröffnung

Wenn die Entscheidung für ein bestimmtes Geldinstitut gefallen ist, muss der neue Bankkunde zunächst seine Identität nachweisen. In der Regel genügt die Vorlage des Personalausweises oder Reisepasses in der kontoeröffnenden Filiale. Wer einen ausländischen Pass besitzt, muss zusätzlich einen Aufenthaltstitel vorlegen. Wird ein Geschäftskonto eröffnet, sind weitere Belege nötig. Je nach Rechtsform des Unternehmens verlangt das Geldinstitut unterschiedliche Nachweise, die vor der Kontoeröffnung abgefragt werden können. Möchte ein Privatkunde zum Girokonto auch gleich einen Dispositionskredit, also Überziehungskredit beantragen, muss er Informationen zum aktuellen Arbeitsverhältnis inklusive Gehaltsnachweise offen legen.

Für die Beantragung eines Kontos bei einer Onlinebank, wird die Kundenidentität über das PostIdent-Verfahren überprüft. Der Kunde muss dazu seinen Antrag auf Eröffnung des Kontos und seinen Personalausweis oder Reisepass in einer Postfiliale vorlegen. Der Postmitarbeiter bestätigt die Identität des Kunden auf dem Antrag mit seiner Unterschrift und leitet ihn an das Geldinstitut weiter. Arbeitet die Onlinebank mit dem Belegverfahren, ist die Identitätsprüfung anders geregelt. Der Kunde reicht bei der Bank Kopien seines Ausweises oder Passes sowie einiger Haushaltsrechnungen ein. Das können Rechnungen des Stromanbieters oder ähnlicher Vertragspartner sein. Wichtig ist, dass die Rechnungen auf Namen und Adresse des Kunden ausgestellt sind.

Das kostenlose Girokonto wird selten

Dank der Niedrigzinsen gehen viele Geldinstitute seit längerem dazu über, Kontoführungsgebühren neu einzuführen oder ihre Gebühren zu erhöhen. Für Serviceleistungen wie die Nutzung der Girocard oder Überweisungen können dem Kunden Gebühren in Rechnung gestellt werden. Einige Banken bieten gegen den Trend weiterhin die kostenlose Führung des Girokontos an. Solche Angebote müssen im Detail geprüft werden. Es können Kosten anfallen, die auf den ersten Blick nicht ersichtlich sind. Hier lohnt es sich, auch das Kleingedruckte genau zu lesen.

Kosten, die bei einem Girokonto anfallen können

Die meisten Geldinstitute erheben die Kontoführungsgebühr. Die Höhe kann je nach Umsatz auf dem Konto schwanken. Geht besonders viel Geld auf das Konto ein, sinkt die Gebühr bei einigen Anbietern. Auch für Überweisungen vom Girokonto auf andere Konten, können Gebühren fällig werden. Bei einigen Banken bezieht sich diese Gebühr nur auf Überweisungen in Fremdwährung oder auf Überweisungen, die noch auf dem Papier beim Geldinstitut zur weiteren Bearbeitung eingereicht werden. Teuer wird in jedem Fall eine Kontoüberziehung, also der Dispositionskredit. Die hier anfallenden Überziehungszinsen sind je nach Bank so hoch, dass sie unbedingt vermieden werden sollten. Der Dispo ist gut geeignet, kurzfristige Engpässe zu überbrücken. Als dauerhafte Kreditquelle ist er viel zu teuer. Die Verzinsung für Guthaben auf dem Girokonto ist sehr gering. Lohnender ist es, sein Geld auf ein Tagesgeldkonto zu transferieren. Auf dem Girokonto sollte nur genügend Liquidität für die alltäglichen Ausgaben verbleiben. Die obligatorische Girocard, früher EC-Karte genannt, wird von einigen Geldinstituten mit einer Jahresgebühr belegt. Viele Bankkunden erhalten bei der Kontoeröffnung zugleich eine kostenlose Kreditkarte. Sie ist beliebt, da mit ihr auch im Ausland Rechnungen bezahlt und Bargeld abgehoben werden können. Vor Nutzung der Kreditkarte muss der Kunde klären, ob der Karteneinsatz generell kostenlos ist oder ob bestimmte Bankgeschäfte, wie das Abheben einer Fremdwährung, nicht doch teuer sind. Bei der Beantragung einer Zweitkarte für das Girokonto, etwa für den Ehepartner, erheben einige Banken eine Gebühr. Andere geben die Zweitkarte als Serviceleistung kostenlos aus.

Geld vom Automaten

Mobile Menschen möchten ihr Bargeld überall abheben können. Damit auch das Bargeldabheben an fremden Automaten kostenfrei ist, haben sich die meisten Banken und Sparkassen zu Automatennetzwerken zusammengeschlossen. Das Netzwerk der Privatbanken agiert über Cashpool und Cash Group. Informationen zu den teilnehmenden Banken und Automatenstandorten erteilt die jeweilige Hausbank.

Sichere Onlineaktionen

Mobile Bankgeschäfte wie das Online-Banking verlangen nach hohen Sicherheitsstandards auf Seiten der Bank und auf Seiten des Kunden. Welche Vorsichtsmaßnahmen von beiden zu treffen sind, erläutert die Bank. Wie Hackerangriffe abgewehrt und generell vermieden werden können, sind auch Themen spezieller Ratgeberseiten im Internet. Einzelfallberatungen dazu leisten ebenfalls die Verbraucherzentralen.

Das Recht auf ein Girokonto

Seit 2016 hat jeder Bürger das Recht auf ein Girokonto. Auch Menschen mit geringem Einkommen, ohne festen Wohnsitz oder Geflüchtete müssen von einem Geldinstitut als Kunden aufgenommen werden. Dabei genügt es, wenn die Bank ein sogenanntes Basiskonto einrichtet. Es basiert auf einem steten Guthaben und gestattet keinerlei Überziehungen. Die Bank darf ein solches Konto nicht verweigern. Tut sie dies doch, riskiert sie die Anordnung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und muss das Konto schließlich doch eröffnen

Fazit

Das richtige Girokonto passt zum Leben des Kontoinhabers. Ob das Konto dann in einer regionalen Filiale oder im Internet geführt und genutzt wird, richtet sich nach den Alltagsgewohnheiten seines Inhabers. Das Resultat einer genauen Abwägung von gewünschten Serviceleistungen und den dafür anfallenden Gebühren, kann bei der Entscheidung helfen.

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