Girokonto für Vereine im Vergleich

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Girokonto für Vereine im Vergleich 2018-09-10T18:25:30+00:00

Welche Bank eignet sich am besten für Vereinskonten?

Neben der oder dem ersten Vorsitzenden haben in einem Verein meist die Kassenwarte die meiste Arbeit. Neben dem Eintreiben der Mitgliedsbeiträge und dem Erstatten von Ausgaben kommt bei gemeinnützigen Vereinen noch das Ausstellen von Spendenquittungen hinzu. Nicht zuletzt verwaltet der Kassenwart außerdem das Girokonto des Vereins. Da es sich bei einem eingetragenen Verein als Körperschaft um eine juristische Person handelt, wird kein zusätzlicher natürlicher Inhaber benötigt, sondern das Konto läuft unmittelbar über den Verein. Der Kassenwart sowie in der Regel mindestens ein weiteres Vorstandsmitglied sind bevollmächtigt, Abhebungen und Überweisungen vorzunehmen.

PlatzGirokontoGrundpreisGeldeingangEC-KarteKreditkarteBankingDispoBargeldversorgungBesonderheitenAnbieterinfos
1.
Fidor Bank Smart Geschäftskonto

Mehr Infos
0 €0 €Keine EC-Karte
8,95 €
Online
App
12,50 %3 € je AbhebungVereine mit deutscher HR- bzw. Vereinsregister-eintragungZum Anbieter
2.
GLS gGeschäftskonto

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3,80 € + 5 € GLS Beitrag0 €0 €Keine Kreditkarte möglich.Online
App
Terminalbanking
7,31 %Kostenlos an 18.500 Geldautomaten mit BSN.Konto nur für gemeinnützige Vereine möglich.Zum Anbieter
3.
EthikBank Geschäftskonto

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10,00 €0,08 € pro Buchung15 € p.a.
50,00 € p.a. bei einem Umsatz von weniger als 4.000 €, darüber hinaus kostenlos.
Online
App
Telefon
Terminalbanking
8,75 %Kostenlos an 19.000 Geldautomaten der deutschen Genossenschaftsbanken.Nichtregierungs-organisationen und StiftungenZum Anbieter
4.
Volksbanken / Raiffeisenbanken Vereinskonto

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Regional unterschiedlichRegional unterschiedlichRegional unterschiedlichRegional unterschiedlichOnline
App
Regional unterschiedlichKostenlos an Geldautomaten der Volkswagen Bank. Regional unterschiedlichZum Anbieter
5.Sparkasse
Sparkasse Geschäftskonto

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Regional unterschiedlichRegional unterschiedlichRegional unterschiedlichRegional unterschiedlichOnline
App
Online
Terminalbanking
Regional unterschiedlichKostenlos an 25.000 Geldautomaten der Sparkasse.Regional unterschiedlichZum Anbieter
Girokonto für Vereine

Die Eröffnung eines Girokontos als Verein

Gegenüber der Eröffnung eines Kontos bei einer Bank als Privatperson ergeben sich für einen eingetragenen Verein mehrere Unterschiede. So muss zunächst der Nachweis geführt werden, dass es den Verein überhaupt gibt und er im Vereinsregister eingetragen ist. Aus dem Vereinsregister ergibt sich außerdem, welche Personen den Verein rechtlich vertreten. Nur diese haben die Möglichkeit, ein Girokonto im Namen des Vereins zu eröffnen. Weiterhin wird von der regelmäßig eine aktuelle Vereinssatzung verlangt. Dies hat den Hintergrund, dass sich aus der Satzung ergibt, in welcher Form die verschiedenen Mitglieder des Vorstands für den Verein vertretungsberechtigt sind. Häufig verhält es sich dabei so, dass immer mindestens zwei Vorstandsmitglieder beteiligt sein müssen, um den Verein nach außen vertreten zu können. Früher hatte dies zur Folge, dass jeder Überweisungsbeleg zwei Unterschriften enthalten musste. In Zeiten von Onlinebanking muss die Kontrolle der Einhaltung der Formalien verstärkt vom Verein selber überwacht werden. Viele Vereine sind im Übrigen dazu übergegangen, eine Alleinvertretung bis zu einer bestimmten Summe in die Satzung zu schreiben. Nachfragen von Banken erfolgen dann nur, wenn eine Überweisung den zuvor bestimmten Betrag übersteigt. Das Beispiel zeigt in jedem Fall, warum es wichtig ist, der Bank neben dem Auszug aus dem Vereinsregister auch die Satzung des Vereins vorzulegen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass von allen vertretungsberechtigten Mitgliedern des Vorstands Unterschriftsproben hinterlegt werden. Die weiteren Formalien entsprechend dann weitestgehend der Eröffnung eines Girokontos durch eine Privatperson.

Nicht nur eine Frage der Konditionen

Die zentrale Frage bei der Eröffnung eines Girokontos für einen Verein ist die Auswahl der passenden Bank. Hierzu ist anzumerken, dass bestimmte Banken Vereine überhaupt nicht als Kunden annehmen. Vor allem unter den Direktbanken ohne eigene Filialen gibt es nur wenige Anbieter für ein Girokonto für Vereine. Ein zweiter wichtiger Aspekt ist, dass es für einen Verein schon im Hinblick auf das Image wichtig sein kann, Kunde der örtlichen Sparkasse oder Volksbank zu werden. Selbst wenn die Konditionen gegebenenfalls etwas schlechter sein sollten, lässt sich die jeweilige Bank im Zweifel eher als Sponsor für ein Fest oder Turnier gewinnen, wenn das Konto des Vereins beim betreffenden Kreditinstitut geführt wird.

Darauf sollten Vereine bei der Auswahl des Kontos achten

Wenn auf die örtlichen Verhältnisse und die Vernetzung des Vereins keine Rücksicht genommen werden muss, ist es wichtig, die Konditionen der verschiedenen Banken genau miteinander zu vergleichen. Dabei genügt es nicht, lediglich die jeweilige Grundgebühr für die Kontoführung abzufragen. Durch die Grundgebühr ist meist lediglich eine bestimmte Zahl von Transaktionen mit abgedeckt. Bei vielen Vereinen erfolgt die Abbuchung der Mitgliedsbeiträge im Lastschriftverfahren. Bei vielen Mitgliedern und einer großen Zahl von Ausgaben, die per Überweisung beglichen werden, summieren sich schnell die Kosten für das Girokonto des Vereins. Deshalb ist wichtig, auch die Kosten für einzelne Transaktionen miteinander zu vergleichen. Weiterhin gibt es Unterschiede bei der Ausstellung von Karten. Regelmäßig erhalten Vereine lediglich eine Direct Debit Karte wie etwa Maestro. Nur einzelne Banken bieten zusätzlich den Service an, Vereinen eine Kreditkarte auszustellen. Ähnlich restriktiv sind die Regelungen meist im Hinblick auf Überziehungszinsen. Regelmäßig werden Vereinskonten ausschließlich in Form von reinen Guthabenkonten ohne Dispo Kredit angeboten.

Eine Frage der richtigen Vorbereitung

Die Eröffnung eines Girokontos nimmt durch einen intensiven Vergleich mehr Zeit in Anspruch. Umgekehrt bedeutet ein zu teures Konto eine finanzielle Belastung für den Verein auf Jahre hinaus, weil bei Vereinen aufgrund des großen Aufwands in Sachen Unterlagen nur selten ein Wechsel der Bank vorgenommen wird. Hilfreich kann es auch sein, sich über die Modalitäten eines Wechsels im Vorstand im Vorhinein zu erkundigen. Werden hier übermäßig viele Unterlagen und Unterschriften benötigt und hohe Gebühren verlangt, kann gegebenenfalls eine teurere Bank im Hinblick auf die Grundgebühr Sinn machen. Dies etwa dann der Fall, wenn es sich um den Trägerverein eines Kindergartens handelt, wo die Mitglieder des Vorstands regelmäßig mit dem Ausscheiden ihrer Kinder aus ihren Ämtern ausscheiden. Bei einer hohen Fluktuation im Vorstand spielen deshalb auch solche scheinbaren Nebenaspekte eine Rolle. Insofern ist vor allem wichtig, sich von vorneherein einen klaren Plan zu machen, welche Aspekte beim Konto wichtig sind um im nächsten Schritt die verschiedenen Angebote anhand dieser Checkliste zu vergleichen.

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