Voraussetzungen

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Voraussetzungen 2018-09-10T15:23:13+00:00

Voraussetzungen zur Eröffnung eines Girokontos

Das eigene Girokonto ist aus dem Alltag der meisten Menschen wohl kaum mehr wegzudenken. Dies ist auch kein Wunder, denn wie sonst würde sich die Abwicklung monetärer Transaktionen einfach gestalten lassen. Doch noch immer leben circa 60 Millionen Menschen im Bereich der Europäischen Union ohne ein Konto. Aus diesem Grund verabschiedete das Parlament Ende des Jahres 2013 eine Richtline die festlegte, dass jeder Europäer das Recht besitzt, ein Girokonto zu eröffnen. Trotzdem gibt es jedoch einige Bedingungen, die dazu vom jeweiligen Kunden erfüllt werden müssen. Obwohl diese sich von Bank zu Bank durchaus in den Details unterscheiden, orientieren sich die meisten Kreditinstitute Deutschlands an den folgenden fünf Punkten:

Volljährigkeit

Das Recht auf ein eigenes Girokonto besteht prinzipiell ab dem Beginn der Volljährigkeit. Der dahinterstehende Grund liegt in der rechtlichen Geschäftsfähigkeit, welche jeder Deutsche mit dem 18. Geburtstag erlangt. Allerdings sind heutzutage ebenfalls mehr und mehr Kinder und Jugendliche im Besitz eines eigenen Kontos. Wie passt das mit der genannten erforderlichen Geschäftsfähigkeit zusammen? Im Prinzip willigen die meisten Banken auch einer Eröffnung eines Tagesgeldkontos für Minderjährige ein. Der Großteil der Kreditinstitute empfiehlt dabei ein Alter von mindestens sieben Jahren. Wichtig ist jedoch dabei, dass die Eltern beziehungsweise die Erziehungsberechtigten die nötige Einwilligung und Vormundschaft geben. Besteht diese, so gibt es im Normalfall kein Mindestalter für die Eröffnung des eigenen Kontos und so ist es beispielsweise möglich, auch schon zur Geburt ein Girokonto im Namen des Säuglings zu eröffnen.

Handeln im eigenen Namen

Ein Girokonto darf, im Falle der bestehenden Volljährigkeit und vollkommenen geistigen Zurechnungsfähigkeit, nur für sich selbst und nicht für Dritte eröffnet werden. Die entsprechenden Transaktionen müssen demnach im eigenen Namen getätigt werden. Im Falle von minderjährigen oder geistig behinderten Menschen fällt diese Aufgabe den Erziehungsberechtigten beziehungsweise dem gesetzlichen Vormund zu. Abgesehen davon ist es allerdings durchaus möglich, als juristische Person ein Konto zu eröffnen. Hierbei handelt es sich um ein sogenanntes Geschäftskonto. Die Eröffnung ist bei vielen Banken mit etwas höheren Kosten verbunden. Diese lassen sich auf den bürokratischen Aufwand zurückführen, der mit der rechtlichen Prüfung des entsprechenden Unternehmens durch die Bank verbunden ist.

Wohnsitz

Ein permanenter Wohnsitz in Deutschland stellt eine weitere Bedingung für die Eröffnung eines Girokontos dar. Diese Richtlinie ist auf verbraucherrechtliche Schutzmaßnahmen zurückzuführen. Die deutsche Staatsbürgerschaft zu besitzen reicht in vielen Fällen nicht aus. Daher kann es sich durchaus als schwierig gestalten, ein Konto in Deutschland zu eröffnen, wenn man derzeit im Ausland gemeldet ist. Aufgrund der guten Zusammenarbeit der EU-Staaten lässt sich diese Problematik jedoch etwas umgehen, wenn sich der feste Wohnsitz noch immer im Gebiet der europäischen Union befindet.

Bonität

Bei der Bonität handelt es sich grob gesagt um die eigene Kreditwürdigkeit. Darunter versteht man die persönliche Fähigkeit eines Kontoinhabers, eventuell aufgenommene Schulden begleichen zu können. Je höher diese Zuverlässigkeit eingeschätzt wird, desto höher ist ebenfalls der Prozentsatz, mithilfe dessen die individuelle Bonität gemessen wird. Ein eigenes Bild kann man sich dabei durch die sogenannte Schufa-Selbstauskunft machen. Verfügt man zum Zeitpunkt der Kontoeröffnung über bestimmte Sicherheiten, wie zum Beispiel Immobilien, starke Aktien oder auch sonstige Kapitalbeteiligungen, welche Profit versprechen, so steht der Kontoeröffnung im Normalfall nichts im Weg. Fällt die Bonität jedoch unter einen Wert von 70 Prozent, so erweist sich dies bei vielen Banken und Kreditinstituten bereits als potentielles K.O.-Kriterium.

Regelmäßiges Einkommen / Startkapital

Dieser Punkt lässt sich nicht pauschal als Kriterium zur Kontoeröffnung nennen, vor allem, da die Richtlinien diesbezüglich stark von Kreditinstitut zu Kreditinstitut schwanken. Allerdings legen viele Banken, vor allem bei der Kontoeröffnung von Volljährigen, doch großen Wert auf einen entsprechenden Nachweis eines mehr oder weniger regelmäßigen Einkommens. Kann dieser nicht vorgelegt werden, so stellt dies normalerweise kein Ausschlusskriterium für ein eigenes Girokonto dar. Allerdings muss man in einem solchen Fall durchaus damit rechnen, nicht von allen Freiheiten eines Girokontos profitieren zu dürfen. Vor allem der Dispositionskredit, also die Möglichkeit sein Konto überziehen zu dürfen, ist hierbei meist nicht gewährleistet.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man bei einer Eröffnung eines Girokontos in Deutschland nicht auf größere Probleme stoßen sollte. Kreditinstitute bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie zum Beispiel das Tagesgeldkonto für Kinder und Jugendliche sowie das Geschäftskonto für juristische Personen, um den individuellen Bedürfnissen der Kunden entgegen zu kommen. Allerdings ist es ratsam, die einzelnen Bedingungen vor dem Gespräch mit der Bank für sich persönlich durchzugehen.

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