Girokonto – Welches Alter?

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Girokonto – Welches Alter? 2018-09-11T15:25:45+00:00

Girokonto – Ab welchem Alter kann man ein Konto eröffnen?

Ein Girokonto gehört heute zum Leben einfach dazu. Egal ob Geringverdiener oder Millionär – die persönlichen Geldgeschäfte werden heute über Girokonten geregelt. Geld in Form von Bargeld zu Hause vorrätig zu haben, wird dabei immer unbeliebter. Sparschweine und Sparstrümpfe sind immer seltener in Wohnräumen anzutreffen. Nur in den Kinderzimmern finden sich noch Kassen für Taschengeld und Geldgeschenke der Verwandten. Aber ist das überhaupt noch zeitgemäß. Ab wann sollte auch ein Kind ein eigenes Girokonto besitzen?

Der richtige Umgang mit Geld

Die Zahlung von Taschengeld hat in jedem Fall auch eine wichtige erzieherische Funktion. Denn nur, wer früh an den Umgang mit Geld herangeführt wird, kann auch im Erwachsenenalter mit Geld umgehen. Und dazu gehört heute auch der richtige Umgang mit dem Girokonto. Denn ein Girokonto hat andere Herausforderungen als ein Sparstrumpf. Dieser Ratgeber gibt Auskunft darüber, welche Herausforderungen das sind und wie diese bei der Erziehung im Umgang mit Geld untergebracht werden können.

Das richtige Einstiegsalter

Um das richtige Einstiegsalter für das Taschengeld wird teils sehr emotional diskutiert. Es gibt keine allgemeingültige Antwort auf die Frage, wann der richtige Zeitpunkt ist. Die meisten Eltern orientieren sich allerdings am Schuleintritt. Denn ab diesem Zeitpunkt lernen die Kinder, Geldmünzen und -scheine zu lesen und lernen das Rechnen mit Geld. Das sind zu Beginn sicher kleine Beträge und beim Rechnen muss unterstützt werden. Doch schon in der zweiten Klasse können Kinder damit sehr sicher umgehen. Vor allem am Anfang ist es aber einfacher, wenn die Kinder etwas in der Hand haben. Für einen Einstieg in den Umgang mit Geld ist tatsächlich Bargeld eine gute Wahl. Erst wenn das Kind kleine Beträge (zum Beispiel beim Bäcker) sicher bezahlen kann und auch eigene kleine „Einkäufe“ absolviert, kann man über ein eigenen Girokonto nachdenken.

Wirkungskreis von Kindern

Der Radius, in dem sich ein Kind selbstständig und sicher bewegt, wird mit jedem Lebensjahr größer. Wenn der Wirkungskreis so groß ist, dass sich mehrere Läden und eine passende Bank in der Nähe befinden, macht es Sinn, ein eigenes Girokonto zu führen. Das ist in den meisten Familien dann der Fall, wenn die Kinder auf die weiterführende Schule gehen. Denn oft liegt diese Schule weiter vom eigenen Zuhause weg als die Grundschule. Allein diese Erweiterung des Wirkungskreises macht ein Girokonto sinnvoll. Aber auch die Nutzung von Bus und Bahn und die längeren Tage der Schüler machen einen anderen Umgang mit Geld ab diesem Zeitpunkt sinnvoll. Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass zu einem Girokonto viel mehr gehört als einfach nur die Kontoeröffnung. Was das eigene Kind benötigt, kann nur individuell beschlossen werden.

Ein virtueller Sparstrumpf

Wenn das Girokonto nur als virtueller Sparstrumpf verwendet werden soll, muss nicht viel beachtet werden. Allerdings reicht diese Betrachtung oft nur für den Anfang. Das Konto kann dann unter Umständen nicht richtig „mitwachsen“ und muss im Laufe der Zeit noch einmal geändert werden. Bei einem Kind oder einem Jugendlichen sollte das jedoch kein Problem sein. Wenn man sich also noch nicht sicher ist, ob dieses oder jenes Kontomodell passt, sollte man ein Konto mit kurzer Kündigungsfrist wählen. So kann ein Wechsel schnell und unkompliziert erfolgen.

Die Karte

Mit den meisten Girokonten kommt eine personalisierte Karte. Schon hier gibt es Unterschiede. Manchmal handelt es sich dabei nur um eine individuelle Bankkarte. Mit dieser kann das Kind bei der Bank vor Ort Geld abheben, wenn es sich ausweisen kann. Viele Eltern halten diese Vorgehensweise für den Anfang für besonders sicher. Oft ist diese Vorgehensweise aber auch kompliziert oder passt gar nicht in den Alltag. So hat die Bankfiliale zum Beispiel vielleicht schon zu, wenn das Kind Schulschluss hat. Oder das Kind besitzt noch gar keinen richtigen Ausweis. Besser ist es, von Anfang an auf ein Girokonto mit Maestro Card zu achten. So kann das Kind auch in Geschäften mit der Karte bezahlen. Wird das nichts gewünscht, kann die Karte auch einfach von den Eltern eingezogen werden, bis das Kind alt genug ist.

Die Kreditkarte

Viele Geldinstitute bieten auch Girokonten für Kinder und junge Erwachsene mit einer Kreditkarte an. Viele Eltern halten das für unnötig – bis das Kind den ersten Schüleraustausch im Ausland mitmacht. Da ist die Kreditkarte oft das einzige verlässliche Zahlungsmittel. Hier sollte man darauf achten, dass die Kreditkarte zumindest zum Girokonto dazu gebucht werden kann. Sollte die Karte von Anfang an dabei sein, kann auch diese durch die Eltern zurückgehalten werden.

Mindestalter

Ein wirkliches Mindestalter für das Girokonto gibt es also nicht. Viele Banken haben aber für ihre Produkte ein Mindest- oder Höchstalter. Wer also für besonders junge Kinder ein Girokonto sucht, sollte hier genau hinschauen. Dann steht dem ersten eigenen Girokonto nichts mehr im Weg.

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