Gebühren sparen beim Girokonto

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Gebühren sparen beim Girokonto 2018-09-11T15:34:22+00:00

Girokonto zu teuer?

Inzwischen verlangen alle Banken Gebühren bei ihren Girokonten. Diese Gebühren beziehen sich auf die verschiedensten Dienstleistungen rund ums Konto: 2,50 Euro für jede Überweisung, 10 Cent pro SMS, mit der eine TAN zugeschickt wird, 1,50 Euro für die fünfte Geldabhebung und vieles mehr. Diese sind zwar kleine Beträge, doch sie läppern sich schnell in eine größere Geldsumme – vor allem, wenn sie auf das ganze Jahr gerechnet werden. Dabei ist wichtig zu erwähnen, dass es einige Gebühren gibt, die nicht nur ärgerlich, sondern auch unzulässig sind.

Was sind die zulässigen Gebühren?

Zu den bekanntesten zulässigen Kosten zählen die Kontoführungsgebühren, genauer gesagt, die monatlichen Gebühren für die Führung des Bankkontos. Weitere zulässige Gebühren sind:

Gebühren beim Geld anheben

Verbraucher können in den meisten Fällen mit ihrer Girocard am Automaten der eigenen Bank kostenfrei Geld abheben. Manche Banken haben jedoch die Regel, dass das Geldabheben bei jedem fünften Mal kostenlos erfolgen kann. An Geldautomaten fremder Banken ist die Geschichte ganz anders: Für Kunden, die zu diesen Banken nicht gehören, fallen immer Gebühren an. Auch wenn hierbei eine Kreditkarte genutzt wird, wird ein Aufpreis verlangt.

Gebühren bei der Überweisung

Inzwischen verlangen viele Banken Gebühren für sogenannte beleghafte Überweisungen oder Überweisungen auf Papieren – diese kosten 2,50 Euro. Wer zum Beispiel 6 Überweisungen pro Monat abgibt, der muss schon mal 15 Euro für die Überweisungen zahlen. Es gibt auch Banken, die Geld für das Überweisen per Internet nehmen.

Gebühren für Kreditkarte und Girocard

Die Girocard (EC-Karte) war ehemalig ein kostenloser Teil des Girokontos. Bei einigen Banken fallen inzwischen Jahresgebühren für die Girocard an. Das Besitzen einer Kreditkarte ist bei den meisten Banken ebenfalls nicht kostenfrei.

Diese zulässigen Gebühren können von Banken ebenfalls erhöht werden – dabei bringt das Wiedersprechen der veränderten Geschäftsbedingungen den Verbrauchern nicht wirklich viel. Das Konto kann dem Kunden in diesem Fall sogar gekündigt werden. Hierbei ist jedoch wichtig zu erwähnen, dass die Banken dazu verpflichtet sind, ihre Kunden mindestens zwei Monate im Voraus über den Preis-Anstieg zu informieren. Ebenfalls müssen die Banken ihre Kunden darauf hinweisen, dass sie frist- und kostenlos Kündigen können. Halten sich die Banken nicht an diese gesetzlichen Vorschriften, ist das Ändern der Preise unwirksam und die gezahlten Gebühren können von Verbrauchern zurückgefordert werden.

Das sollten Sie über unzulässige Gebühren wissen

Gebühren für Aufträge der Freistellung

Das Fordern von Gebühren für die Bearbeitung von Freistellungsaufträgen ist unzulässig. Dabei ist es egal, ob Aufträge von der Bank nur verwaltet oder komplett geändert werden.

Gebühren für die Nacherstellung von Kontoauszügen

Sollten sich Kunden einen Kontoauszug von der Bank ein zweites Mal erstellen lassen, dann müssen die Bankgebühren nach den wirklichen Kosten gerichtet werden – wenn sich Kosten vom Zeitraum abgängig unterscheiden, dann darf die Bank nicht die gleiche Summe pauschal verlangen. Wichtig zu erwähnen ist, dass hierbei die ersten Kontoauszüge kostenlos sein müssen.

Gebühren für Kontoüberziehungen

Falls Verbraucher ihr Bankkonto überziehen, dürfen die Banken keine Bearbeitungsgebühren für den höheren Zins zusätzlich verlangt werden. Dasselbe gilt ebenfalls für Strafgebühren, die von einem überzogenen Konto überwiesen werden.

Gebühren für das Kündigen des Bankkontos oder der Bankkarten

Hierfür existieren kein Gebühren, die Kontokündigung muss ausschließlich kostenlos sein. Dies gilt auch beim Kündigen von Karten. Sollte die Bankkarte jedoch verloren gehen, dürfen keine Gebühren für die Ersatzkarte verlangt werden. Beim Sperren sieht es genauso aus: Wird die Karte missbräuchlich genutzt, verloren oder gestohlen, darf die Bank keine Gebühren für die Kartensperre berechnen.

Zu weiteren unzulässigen gebühren gehören ebenfalls Gebühren für die Übertragung von Restguthaben, Gebühren für die Nachforschung bei Überweisungen, Werbung für kostenlose Girokonten, Gebühren für SMS-TAN, Bankgebühren bei jeder Buchung, Gebühren für das Pfändungsschutzkonto, Gebühren für Bearbeitung von Daueraufträgen Gebühren bei Nachrichten für eine mangelnde Deckung und einige weitere.

Unzulässige Gebühren für das Girokonto können zurückgefordert werden

Ist eine Bankgebühr unzulässig, kann diese zurückgefordert werden, falls sie ohne Rechtsgrund gezahlt wurde. Hierbei ist wichtig zu erwähnen, dass Ihr Anspruch darauf nach drei Jahren zu Ende des Jahres verjährt. Zusätzlich können Sie zudem Zinsen in Höhe von 5 % neben dem Basiszinssatz jährlich verlangen.

Der beste und einfachste Weg unzulässige Kosten zurückzufordern ist, an die Bank zu schreiben, auf den BGH-Urteil zu verweisen und eine Gutschrift zu verlangen. Falls sich die Bank weigern sollte, ist es ganz wichtig sich an den zuständigen Ombudsmann zu wenden – selbstverständlich fällt das Schlichtungsverfahren für Sie kostenlos aus.

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