Tipps zum Bankkonto Wechsel

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Tipps zum Bankkonto Wechsel 2018-09-05T15:02:25+00:00

Girokonto Wechsel – Checkliste beim Wechsel zu einem neuen Anbieter

Gründe für einen Wechsel des Girokontos gibt es viele. Wenn die Bank Gebühren erhöht oder Kunden unzufrieden mit dem Service oder der Beratung sind, wechseln sie den Anbieter für das Girokonto. Auch Filialschließungen und Umzüge können dazu führen, dass die Bank nicht mehr so gut erreichbar ist. Da längst nicht jeder Bankkunde das Onlinebanking nutzt, werden die Wege zum Abholen des Kontoauszugs oder dem Tätigen einer Überweisung auf Dauer zu lang. Auf was unbedingt geachtet werden sollte, wenn das Girokonto gewechselt wird, erläutern die folgenden Stichpunkte.

Viele Girokonten werden immer teurer

Girokonto Wechsel

Da so gut wie jeder Bürger ein Girokonto benötigt, können steigende Gebühren nicht einfach ignoriert werden, indem man das aktuelle Konto kündigt. Für Gehaltseinzahlungen, Überweisungen und Daueraufträge ist diese Kontenart daher unerlässlich. Die meisten Menschen begleichen darüber hinaus Rechnungen für die Miete, Nebenkosten und andere laufende Zahlungen über die praktische Funktion des Dauerauftrags.

Aufgrund der laufend sinkenden Zinsen machen sich Banken die Notwendigkeit eines Girokontos zunutze, indem sie schleichend die Kosten für dieses erhöhen. Teilweise werden Zusatzgebühren für Überweisungen erhoben oder Verdienstgrenzen für ein kostenloses Konto nach oben gesetzt. Auch die allgemeinen Grundgebühren werden immer wieder erhöht. Kein Wunder also, dass viele Bankkunden ihr Girokonto häufiger wechseln, als das vor einigen Jahren noch der Fall war.

 

So läuft ein Wechsel ab

Wenn der Kunde das neue Konto beantragt hat, muss er warten, bis er den entsprechenden Vertrag erhält. Hat er diesen ausgefüllt und unterschrieben, dauert es einige Tage bis zur offiziellen Kontoeröffnung. Wenn alle Zahlungspartner über den Wechsel informiert wurden und sich kein Geld mehr auf dem alten Girokonto befindet, wird dieses gekündigt.

Service zum Kontowechsel beantragen

Dass einige Banken den Kontowechsel für ihre Kunden übernehmen oder zumindest beim Wechsel behilflich sind, wissen die wenigsten Verbraucher. Der Kontowechsel-Service muss allerdings rechtzeitig beantragt werden, um ihn in vollem Umfang nutzen zu können. Die Bank kümmert sich um den anfallenden Papierkram und kommuniziert mit den entsprechenden Institutionen. Sogar die Daueraufträge können für das neue Girokonto übernommen werden. Hierzu muss der Bank allerdings zuerst mitgeteilt werden, welche Zahlungspartner betroffen sind. Unter anderem sollte an den Vermieter, den Stromanbieter und diverse Versicherungen gedacht werden.

Arbeitgeber und Co frühzeitig informieren

Um Zahlungsausfälle von vornherein auszuschließen, sollte der Arbeitgeber möglichst frühzeitig über den Wechseln des Girokontos informiert werden. Wer Arbeitslosengeld oder andere Bezüge bekommt, der sollte außerdem die Agentur für Arbeit in Kenntnis setzen. Auch die Kindergeldstelle oder die Rentenbehörde müssen über die neuen Daten informiert werden. Um ganz sicherzugehen, dass alles klappt, sollte der Erhalt der neuen Bankverbindung schriftlich oder per E-Mail bestätigt werden.

Achtung: Häufig gibt es versteckte Kosten

Viele Banken preisen das Girokonto als kostenlos an. Bei genauerem Hinsehen kommt es jedoch vor, dass die Eröffnung eines solchen Kontos zwar ohne Grundgebühren oder Eröffnungsgebühren auskommt, jedoch andere Kosten mit sich bringt. Manche Modelle sind so ausgelegt, dass nur unter ganz bestimmten Bedingungen gratis ein- bzw. ausgezahlt werden kann. Meistens geht es dabei um einen bestimmten Maximalbetrag, dessen Überschreitung zusätzliche Kosten mit sich bringt.

Andere Modelle sehen nur eine geringe Anzahl kostenloser Überweisungen vor. Wer mehrfach Zahlungen tätigen muss, der zahlt in der Regel kräftig dazu. Außerdem muss meistens ein gewisser monatlicher Geldeingang nachgewiesen werden, um überhaupt ein kostenloses Girokonto eröffnen zu können. Bei der Postbank belaufen sich die Gebühren zum Beispiel auf rund einen Euro pro Überweisung, sofern der monatliche Geldeingang nicht garantiert ist. Auf den Monat gerechnet können sich Beträge, welche im ersten Moment als sehr gering erscheinen, recht schnell aufsummieren.

Restbetrag sofort überweisen lassen

Falls sich auf dem alten Konto noch ein restlicher Geldbetrag befindet, sollte dieser so schnell wie möglich überwiesen oder in bar abgehoben werden. Wenn das Girokonto nämlich erst einmal geschlossen ist, kann die Bank zusätzliche Gebühren für die nachträgliche Überweisung fordern. Außerdem besteht die Gefahr, das Restguthaben schlichtweg zu vergessen – bei eher kleinen Beträgen durchaus denkbar.

Genügend Zeit einplanen

Im Voraus sollte man sich gut überlegen, ob und vor allem wann man das Girokonto wechselt. In der Regel dauert es länger als erwartet, bis der Wechsel vollständig abgeschlossen ist. Aus diesem Grund ist es ratsam, sich einen gewissen zeitlichen Puffer einzuplanen – vor allem, was das Informieren von Zahlungspartner betrifft. Zumeist dauert es mindestens fünf Tage, bis man den Vertrag für das neue Girokonto in den Händen hält. Dann ist der Wechsel jedoch noch längst nicht abgeschlossen. Bis zu zehn weitere Tage kann es dauern, bis der Zugang zum Onlinebanking verfügbar wird und alles reibungslos funktioniert.

Altes Girokonto noch nicht kündigen

Um sich selbst genügend Vorlaufzeit einzuräumen, sollte man das alte Girokonto auf keinen Fall zu früh kündigen. Besser ist es, wenn Verbraucher zuerst abwartet, ob der Wechsel auch wirklich glattgeht. Erst wenn sicher ist, dass alle ausstehenden Zahlungen erfolgreich über das neue Konto abgewickelt wurden, kann gekündigt werden. Falls doch noch Beträge vom stillgelegten Konto abgehen, kann dem jeweiligen Empfänger der Wechsel im Nachhinein mitgeteilt werden. Im Regelfall gibt es dann auch keine zusätzlichen Mahngebühren.

Wer haftet, falls es zu Problemen kommt?

Für finanzielle Schäden, welche infolge eines Kontenwechsels entstehen, haften in der Regel die Banken. Der empfangende und übertragende Zahlungsdienstleister ist dafür verantwortlich, dass der Wechsel reibungslos funktioniert. Kommt es zu Fehlern in der Abwicklung, so hat der geschädigte Kunde offiziellen Anspruch auf Schadensersatz. Dazu gehören zum Beispiel Verzugszinsen, welche aufgrund einer verspäteten Ausführung eines Dauerauftrags fällig werden können oder die Kosten für eine sogenannte Lastschriftrückgabe.

Neue Regularien sorgen für mehr Komfort beim Wechsel

Die neue Bank ist seit Kurzem dazu verpflichtet, innerhalb von maximal zwei Geschäftstagen das aktuelle Kreditinstitut dazu aufzufordern, Leistungen in Verbindung mit der Kündigung zu erfüllen. Dazu gehört zum Beispiel die Durchführung der endgültigen Kontoschließung. Innerhalb von gerade einmal fünf Tagen müssen alle Informationen über relevante Überweisungen und Lastschriften vorliegen und an den Kontoinhaber übermittelt werden. Dazu zählt jeder Zahlungsverkehr, welcher innerhalb der letzten 13 Monate stattgefunden hat. Je besser ein Kunde über derartige Fristen informiert ist, desto eher ist er in der Lage, seine Rechte bei der jeweiligen Bank geltend zu machen. Der Wechsel des Girokontos geht heute wesentlich leicht vonstatten als noch vor einigen Jahren. Dieser Umstand sollte unbedingt genutzt werden.

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