Fidor Bank 2018-09-07T18:54:37+00:00

Fidor Bank Girokonto Test und Erfahrungen

Die Fidor Bank mit Sitz in München bietet für ihre Kunden ein innovatives Banking-Konzept. Bei dem von ihr aufgelegten „Smart Girokonto“ ist alles auf Socia Media, Mobile Payment und ausgerichtet. Dieser Ansatz hebt die Bank nachdrücklich von der großen Vielzahl von herkömmlichen Banken und Online-Instituten ab.

Voraussetzungen für die Eröffnung eines Fidor Bank Girokontos

Die Eröffnung beim „Smart Girokonto“ funktioniert nur über das Internet. Kunden müssen sich auf der Webseite der Fidor Bank registrieren. Zur Legitimierung führen Bank und potenzieller Kunde dann das Videoident Verfahren aus. Die Voraussetzung dafür sind neben Computer, Tablet oder einem Smartphone auch eine funktionierende Internetverbindung und eine Webcam sowie ein gültiges Personaldokument. Der Kunde schickt seinen Antrag online an die Bank. Er muss es nicht mehr unterschreiben, stattdessen setzt er Häkchen an die geforderten Stellen. Die Bestätigung der Bank erfolgt per mTan. Danach startet das Verfahren. Ist der Vorgang abgeschlossen, ist auch das Girokonto eröffne. Der Kunde kann dann sofort Geld- oder Kreditkarte bestellen.

Vorteile und Nachteile des Fidor Bank Girokontos im Überblick

Die wichtigsten Vorteil beim „Smart Girokonto“ der Fidor Bank sind:

– die schnelle und insgesamt recht unkomplizierte Eröffnung
– die Bank stellt weder bei der Eröffnung noch bei der Bestellung der Karte eine Schufa-Abfrage
– es fallen für das Girokonto selbst keine Kontoführungsgebühren an
– alle Bankgeschäfte lassen sich über das Internet und Social Media-Kanäle abwickeln
– möglich ist die Versendung von Geld an Twitter-Accounts, E-Mail-Adressen und Mobilfunknummern
– mit der „SmartCard“ vereint die Bank eine Maestro und eine Kreditkarte auf Guthabenbasis in einer Karte

Nachteile beim „Smart Girokonto“ der Fidor Bank

– die „SmartCard“ gibt es nur bei Bonität
– eine Partnerkarte wird nicht ausgegeben
– die Bank verfügt über kein Filialnetz und keine eigenen Geldautomaten
– Geld abheben kann damit teuer werden
– bereits ab der zweiten bzw. dritten Abbuchung werden Gebühren fällig
– Preisstruktur insgesamt etwas unübersichtlich

Gebühren / Kontoführungsgebühren des Fidor Bank Girokontos im Überblick

Kontoführungsgebühren gibt es beim „Smart Girokonto“ der Fidor Bank nicht. Ist das Konto nicht ausreichend gedeckt, fallen zur Zeit 5,99 Prozent Dispozinsen an. Zum „Smart Girokonto“ gibt es eine Debit Mastercard. Die Jahresgebühr dafür liegt bei 14,95 Euro. Einmal pro Monat ist das Abheben von Geld mit dieser Debit Mastercard in sämtlichen Eurowährungsländern kostenlos. Aber nur, wenn der Betreiber des Geldautomaten keine Gebühr bei fremden Kunden abruft. Jede weitere Abhebung kostet 2,50 Euro Gebühren. Für die „Smart Card“ werden keine Gebühren verlangt, Geld am Automaten abzuheben kostet ab dem dritten mal zwei Euro für jedes weitere Abheben. Kunden erhalten im Gegenzug monatlich zwei Euro Bonus, wenn sie den betreffenden Monat lang kein Geld abheben. Eine direkte Überweisung an andere Fidor Accounts ist kostenlos, auch das Aufladen eines Prepaid-Handys ist kostenfrei.

Fidor Bank Prämie bei Eröffnung eines Girokontos

Für die Gewinnung von Neukunden lobte die Bank im Jahr 2017 für den Werber 50 Euro Prämie aus. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine auf Dauer angelegte Aktion. Wer Fidor Neukunden werben und als Werber dafür die Prämie kassieren möchte, muss sich vorher informieren, ob das Angebot noch gilt. Möglich ist auch, dass die Prämien-Aktion wieder aufgelegt wird.

Mindestgeldeingang beim Fidor Bank Girokonto

Für das „Smart Girokonto“ der Fidor Bank braucht der Kunde weder ein nachgewiesenes Einkommen noch einen Mindestgeldeingang im Monat. Auch die kostenlose Führung des Kontos ist nicht an einen Mindestbetrag gekoppelt. Nur der Bonus dafür, dass der Kunde kein Geld abhebt, ist an einen Mindestgeldeingang von 399 Euro pro Monat gekoppelt.

Dauer für die Kontoeröffnung des Fidor Bank Girokontos

Das „Smart Girokonto“ der Fidor Bank ist innerhalb kürzester Zeit eröffnet. Im Prinzip reicht die Registrierung auf de Webseite der Bank aus. Danach durchläuft der Kunde mit Erfolg das Verfahren zur Identifizierung und kann das „Smart Girokonto“ sofort nutzen. Lediglich die Übersendung der Karten dauert eine Weile. Wie bei anderen Banken muss man mit einer Woche, manchmal auch etwas mehr, rechnen.

Gibt es die Option für eine Partnerkarte / zweite EC-Karte?

Optionen für eine Partnerkarte bietet die „Smart Girokonto“ der Fidor Bank nicht an. Die Fidor SmarCard wird nur in einfacher Ausführung an den Kontoinhaber gegeben. Dafür kann sich der Kontoinhaber noch für eine zweite Karte, die Debit Mastercard (R), entscheiden. Hierbei handelt es sich nicht um eine echte Kreditkarte. Die Belastung dieser Karte beim Geld abheben und beim Einkaufen erfolgt auf dem Girokonto stets sofort. Damit funktioniert die Debit Mastercard (R) wie eine EC-Karte.

Besondere Konditionen für Studenten und Schüler

Das „Smart Girokonto“ der Fidor Bank bietet derzeit keine besonderen Konditionen für junge Leute, wie etwa Schüler oder Studenten.

Ist die Kontoeröffnung trotz negativer / schlechter Schufa möglich?

Nach eigenen Aussagen fragt die Fidor Bank bei der Eröffnung des „Smart Girokonto“ nicht bei der Schufa nach. Eine Kontoeröffnung ist für Kunden also auch bei einer schlechten Schufa möglich. Allerdings kommt ein Kontoinhaber mit schlechter Bonität nicht in den Genuss, sein Konto auch mal in einem Monat zu überziehen.

Bargeld abheben im In- und Ausland mit dem Fidor Bank Girokonto

Geld abheben ist sowohl im In- als auch im Ausland ohne Probleme möglich. Die Zeit, in der die Fidor Bank an die Inhaber des „Smart Girokontos“ keine echten EC-Karten ausgegeben hat, sind vorbei. Für das Abheben von Bargeld im In- und Ausland gibt es allerdings keine einheitlichen Regelungen hinsichtlich der Gebühren. Mit der SmartCard und mit der Debit Mastercard (R) können Kunden weltweit alle Geldautomaten nutzen, die Mastercard akzeptieren. Das tägliche Limit für das Abheben von Geld beträgt 2.000 Euro und liegt damit recht hoch. Bei der Debit Mastercard (R) fallen ab der zweiten Abhebung 2,50 Euro Gebühren pro Abhebung an, bei der SmartCard sind es 2 Euro, die ab der dritten Aktion fällig werden.

Wichtig für Geldabhebungen im Ausland: Die Fidor Bank hat eine Gebühr für den Auslandseinsatz eingeführt. Sie liegt bei 1,5 % pro Abhebung. Die Gebühr wird noch auf die Kosten aufgeschlagen, die der Automatenbetreiber erhebt.

Verzinsung (Habenzinsen und Dispozinsen) beim Fidor Bank Girokonto

Guthaben auf dem „Smart Girokonto“ werden seit einiger Zeit nicht mehr verzinst. Der Zinssatz für geduldete Überziehungen liegt derzeit bei 5,99 Prozent. Wie alle Banken behält sich auch die Fidor Bank vor, Dispozinsen bei Bedarf zu erhöhen.

Welche Kreditkarte kann mit dem Girokonto beantragt werden?

Für ihr „Smart Girokonto“ bietet die Fidor Bank für eine jährliche Gebühr von derzeit 14,95 Euro die Debit Mastercard(R) an. Das ist aber leider lediglich eine Debit Karten-Variante. Das bedeutet: Die Belastung auf dem Girokonto beim Einkauf und beim Geldabheben erfolgt immer sofort. Die monatliche Abrechnung, wie bei einer „echten“ Kreditkarte ist nicht möglich. Deshsalb ist es fast unmöglich, die Karte als Sicherheit, etwa bei einer Mietwagenfirma oder im Hotel, zu benutzen. Die Debit Mastercard(R) hat die Prepaid Mastercard(R) ersetzt.

Fazit zum Fidor Bank Girokonto

Das „Smart Girokonto“ der Fidor Bank ist eine hervorragende Alternative zum eher traditionellen Online-Banking. Vor allem für junge Menschen ist es ein besonderes Girokonto. Sie können damit beim Zahlen und Überweisen beinahe alles online ausführen. Ein Minuspunkt ist die etwas unübersichtliche Gebührenstruktur. Wie bei allen Banken ohne Filialnetz kostet auch das Abheben von Geld schnell erhebliche Gebühren.

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