Girokonto kündigen

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Girokonto kündigen 2018-09-12T12:14:18+00:00

Girokonto kündigen

Mit dem Girokonto ist es wie mit dem Strom- oder Gasanschluss. Ab und zu sollte man einmal den Markt überprüfen, ob es nicht passendere Angebote gibt. Viele Menschen tun sich aber mit dem Wechsel des Girokontos schwer. Schließlich gehen alle persönlichen Geldgeschäfte über dieses Konto. Vom Arbeitgeber bis hin zum Verein kennen alle wichtigen Personen dieses Konto. Ein Wechsel ist also gar nicht so einfach – oder doch?

Markterkundung – Schritt 1

Wer das Girokonto wechseln möchte, hat dafür oft einen wichtigen Grund. Diese Gründe sind jedoch sehr individuell und von Kunde zu Kunde sehr verschieden. Den eigenen Grund sollte man sich jedoch einmal aufschreiben und darüber nachdenken, ob der Grund oder die Gründe tatsächlich einen Kontowechsel rechtfertigen. Wenn die Antwort ganz klar „Ja“ lautet, kann man sich an die Arbeit machen. Denn nun geht es an die Markterkundung. Welche Angebote von welchen Banken gibt es gerade? Und welches Angebot passt zu den eigenen Wünschen? Hier sollte man sich eine individuelle Prioritätenliste machen, die am Ende einen klaren Sieger ergibt.

Kontoeröffnung – Schritt 2

Da man auch mehrere Girokonten haben kann, sollte man erst ein neues Girokonto eröffnen und erst später das alte Konto schließen. Ideal ist eine Übergangsfrist von 3 Monaten. So kann man sicher sein, keine Punkte vergessen zu haben. Da der erste Schritt einen klaren Sieger ergeben hat, kann man nun also direkt mit der Kontoeröffnung weitermachen. Dabei wählt man am besten den Weg, den die neue Bank vorschlägt oder anbietet. Gibt es eine Filiale vor Ort, kann man zum Beispiel einen Termin für eine Kontoeröffnung vereinbaren. Handelt es sich um ein Direktangebot, muss man gegebenenfalls noch Schritte zur Identifikation wie zum Beispiel Post Ident durchführen. Ist das alles erledigt, gibt es schon bald das neue eigene Konto.

Einzahlungen ändern – Schritt 3

Der erste Schritt für die Bevölkerung des neuen Girokontos ist die Änderung aller eingehenden Zahlungen auf das neue Girokonto. Der Arbeitgeber, Rentenkassen und andere Einzahlende müssen informiert werden. Manchmal dauert die Umstellung eines Kontos einige Zeit. Man sollte das neue Konto also regelmäßig in Beobachtung haben. Erst, wenn die Zahlungen tatsächlich alle eingehen, sollte man den nächsten Schritt gehen. Für die Zwischenzeit kann man einen festen Betrag, der für die Fixkosten benötigt wird, vom neuen Konto auf das alte Konto übertragen. So ist sichergestellt, dass die abgehenden Zahlungen vom alten Konto weiterhin bedient werden können.

Ausgehende Zahlungen – Schritt 4

Nun geht es an die ausgehenden Zahlungen. Da man in der Übergangsfrist sowohl das alte Konto als auch das neue Konto intensiv in Beobachtung hat, kann man sich hier gleich um die Auflistung der ausgehenden Zahlungen kümmern. Schritt für Schritt kann man die Zahlungsempfänger anschreiben und um Änderung der Kontodaten bitten beziehungsweise Kontoverbindungen von Daueraufträgen oder in Online-Konten selbstständig ändern. In der Übergangsfrist kann es also vorkommen, dass einige Zahlungen schon vom neuen Konto bedient werden, andere Zahlungen aber noch vom alten Konto abgehen. Es bleibt also dabei, dass ein gewisser Betrag vom neuen Konto auf das alte Konto übertragen werden muss. Dieser Betrag sollte aber Monat für Monat deutlich geringer werden.

Altes Konto kündigen – Schritt 5

Wenn alle ausgehenden Zahlungen übertragen wurden, kann das alte Konto gekündigt werden. Hier sind die Kündigungsfristen zu beachten. Sollten diese länger sein, kann man bereits zu Beginn der Übergangsfrist die Kündigung einreichen. Dann kann man diesen formalen Schritt nicht vergessen und hat nur so lange zwei Konten zu verwalten, wie es notwendig ist. Um sicher zu gehen, dass alle Zahlungsempfänger berücksichtigt sind, sollte man auch die eigenen Akten durchgehen. Gibt es zum Beispiel eine Versicherung, die nur einmal im Jahr bezahlt wird? Und trotzdem kann es passieren, dass ein einzelner Posten in der Übergangsfrist nicht auftritt und vergessen wird. Das ist nicht schlimm. Sollte eine Zahlungserinnerung versendet werden, sollte man schnell reagieren und in einem Entschuldigungsschreiben gleich die neue Kontoverbindung mitteilen.

Alternativen

Inzwischen gibt es auch Dienstleistungen, die den Kontowechsel erleichtern. Von einer Checkliste der Banken zum Herunterladen und Selbst ausfüllen bis zum Komplettservice gibt es viele Möglichkeiten. Allerdings sollte man bei Bankgeschäften immer vorsichtig sein, welche Informationen man einem Dritten gibt. Die angebotenen Dienste sind also intensiv auf Referenzen und Zertifizierungen zu prüfen. Nur so kann man sicher sein, dass die eigenen Daten in guten Händen sind. Ist das sichergestellt, kann ein Kontowechselservice hilfreich sein. Denn ein Konto sollte den Besitzer nicht unnötig beschäftigen, sondern ihn in seinen Aufgaben unterstützen.

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